utahbeach

Verlogene Leistungsgesellschaft ist wider unsere Natur! / Guido Westerwelle, FDP Bonn, Darwin, CVJM

In Uncategorized on Februar 15, 2010 at 6:22 pm

Näheres zur speziellen Ansprache des CVJM:

https://anarchistenboulevard.wordpress.com/2010/01/17/boogie-anarchie-teil-1-an-den-cvjm-dortmund/

Westerwelle, Darwin und der bewusst erzeugte Irrtum

Seitdem der Mensch den Menschen ausbeutet, wird auf das Konkurrenzprinzip gesetzt, ob im Kapitalismus, oder im sog. real existierenden Sozialismus. Wie die Windhunde im Rennen einem Holzhasen nachjagen, den sie niemals erreichen können, so hetzen die Menschen in unserer „Leistungsgesellschaft“ einem immer schneller, immer besser, immer mehr hinterher.

Dass wir dafür mit Stress, Herzinfarkten und Psychosen zahlen, ist längst kein Geheimnis mehr, so dass verständige Köpfe dahinter kommen müssten, dass dieses sog. Leistungsprinzip, bei dem über Konkurrenzdruck motiviert wird, eindeutig unserer Natur zuwider läuft.

Dabei beziehen sich die Prediger der Leistungsgesellschaft erstens auf Darwin: „Survival of the Fittest“, „Überleben der Tüchtigsten“ als ein Naturgesetz, dem nichts entgegen gesetzt werden kann. So meint man zumindest.

Die Wahrheit ist eine andere: Alles, was wir mit Stärken verbinden, sei es die rohe Körperkraft, die Körpergröße, die Intelligenz oder was auch immer, ist üblicherweise mit Nachteilen verbunden. Ein im dichten Busch lebender Naturmensch wäre nahezu aufgeschmissen, wenn er die Körpermaße eines Klitschko hätte: Schlechtes Durchkommen im dichten Dschungel, zu schwer, um sicher im Astwerk der Bäume zu klettern, zu hoher Energiebedarf, um sich mit Leichtigkeit ernähren zu können.

Solche Offensichtlichkeiten haben die Prediger der Leistungsgesellschaft niemals aufhalten können, nicht einmal den SS-Chef Heinrich Himmler, der groß gewachsene, kräftige Menschen idealisierte, aufgrund zu geringer Körpergröße aber nicht einmal SS-Mitglied hätte werden können, wäre er nicht ihr Gründer gewesen.

Darwin liegt nicht grundsätzlich falsch, denn natürlich ist Überlebensfähigkeit der Maßstab, nach dem sich Arten erhalten, verbreiten oder aussterben. Fehlerhaft aber ist es, dabei stets individuell zu betrachten, denn bei sozial organisierten Wesen kommt es nicht auf die Überlebensfähigkeit des einzelnen Individuums, sondern auf die der Gemeinschaft an. Fehlerhaft ist es auch, nur die Leistungsfähigkeit, nicht aber deren Kehrseite zu betrachten.

Begeht man diese beiden Fehler, betrachtet man nur das Individuum und zudem nur die Leistungsfähigkeit, nicht auch deren Kehrseite, dann kann man es nicht erklären, warum die Menschheit nicht längst aus Genies besteht, die alle so groß und stark wie die Klitschkos sind.

Schließlich ist es allgemein bekannt, dass z.B. Intelligenz und Körperkraft des Menschen breit um ihre jeweiligen Durchschnittswerte gestreut sind – nach Millionen von Jahren menschlicher Evolution.

Verständlich wird dieser Umstand, wenn man sich vor Augen hält, dass der Mensch von Natur aus ein Gemeinschaftswesen war und ist: In natürlichen Gemeinschaften gilt das Prinzip „Jede und jeder für jede und jeden!“, so dass es nicht nötig war/ist, dass jeder Mensch über geniale Intelligenz und Bärenkraft verfügt(e). Es reicht(e), wenn jede Sippe ein paar Kluge und ein paar Kraftprotze hatte, die ihre Stärken im Sinne aller einsetzten, wann immer nötig. Wie man es aus vorbildlichen Familien kennt, die ein besonders kluges Mitglied haben: Dieses kluge Familienmitglied einer intakten Familie setzt seine Intelligenz nicht als Konkurrenzwaffe gegen die anderen Familienmitglieder ein, sondern stellt sie den anderen Familienmitgliedern für die Lösung ihrer Probleme zur Verfügung.

Andererseits gab und gibt es in menschlichen Gmeinschaften überwiegend Aufgaben zu bewältigen, für die man weder geniale Intelligenz noch Bärenkraft benötigt(e). Im Sinne der Arterhaltung war/ist es in natürlichen Gemeinschaften wichtig, für diese Arbeiten Menschen zur Verfügung zu haben, die weder über geniale Intelligenz noch über Bärenkräfte verfügen: Intelligente Hirne und kräftige Körper sind nämlich Energiefresser, ein Einstein oder ein Klitschko verbrauchen z.B. beim simplen Geschirrspülen per Hand mehr Energie als eine 45 kg Frau mit mittlerer Intelligenz. Einen Klitschko Geschirr spülen zu lassen, wäre etwa so, als würde man mit einem LKW zum Bäcker fahren, um dort die Sonntagsbrötchen für die Familie zu kaufen.

Auch bei anderen sozial organisierten Arten findet man im Grundsatz dieses Prinzip: Für die Gazellenjagd reichen die Löwenweibchen aus, immerhin rund 140 kg schwere Raubtiere, absolut aus. Die bis zu 220 kg schweren männlichen Kraftprotze stellen sich dabei höchstens irgendwo hin, um den Gazellen einen Fluchtweg zu versperren. Geht die Jagd aber auf Großwild, etwa Kaffernbüffel, dann führen die männlichen Kraftprotze den Angriff, bis das Opfer soweit unter Kontrolle ist, dass die Löwinnen mehr oder weniger gefahrlos mitmischen können. Auch bei der Verteidigung gegen rivalisierende Löwen- und Hyänenrudel sind die Löwenmännchen in der ersten Reihe zu finden.

Werden Löwen nicht bedroht, sind sie zudem satt gefressen – dann faulenzen sie. Auch das ein Hinweis darauf, wie wichtig das Energiesparen von der Natur genommen wurde/wird: Hunger war und ist steter Todfeind jedes Individuums in der Natur, und darauf sind Gemeinschaftswesen so eingerichtet, dass die Gesamtsippe die ihr gestellten Aufgaben mit möglichst geringem Energieeinsatz meistern kann. Nach dem Schema lebten westgermanische Stämme zumindest noch vor rund 2.000 Jahren. So berichtet Tacitus u.a., dass gerade die wackersten Krieger der Germanen, die verwegenen Kraftprotze, im normalen Alltag die Faulsten gewesen seien, während die „leichten“ Arbeiten von Frauen, Senioren und heranwachsenden Kindern ausgeführt wurden – von Menschen, die das mit geringerem Energieaufwand tun konnten.

Dieser Zug der menschlichen Natur dürfte auch der Grund dafür sein, dass Frauen üblicherweise fleißiger sind als Männer – eine Voraussetzung dafür, dass die Gemeinschaftsaufgaben energiesparend erledigt werden.

Wer sich diese Dinge vor Augen hält, dem wird klar, dass die sog. „Leistungsgsellschaft“ nicht nur völlig unserer Natur widerspricht, sondern zugleich teuflische Menschenverachtung gegenüber denen bedeutet, die nicht zu den Genies und Kraftprotzen gehören.

In natürlichen Gesellschaften werden alle Menschen gleich geschätzt, wenn sie sich im Rahmen ihrer persönlichen Fähigkeiten mit Liebe für ihre Gemeinschaft einsetzen. Dieses Motivationsprinzip ist der Motivation durch Konkurrenzdruck weit überlegen: Wir alle wissen aus Erfahrung, dass das, was man aus Liebe tut, nicht als Anstrengung/Arbeit empfunden wird. Man tut es gern, freut sich schon bei der Arbeit darauf, denen, die man liebt, eine Freude zu machen.

Anders die Motivation durch Konkurrenzdruck, die den Menschen stresst, ihn Versagensängsten aussetzt und letztlich niemals mit sich selbst zufrieden sein lässt.

Guido Westerwelle und all die anderen, die auf die sog. Leistungsgesellschaft setzen, die den Konkurrenzdruck schüren, betreiben ein teuflisches Spiel mit der Gesellschaft.
Wir müssen davon weg.

Ganz abgesehen davon, dass von Leistungsgerechtigkeit ohnehin keine Rede sein kann: Gudio Westerwelle hat seine Stellung nicht, weil er so gute Politik machte. Er hat sie deshalb, weil er unbeirrt für die Interessen des Großkapitals kämpft. Auch die Bezahlungen anderer Politiker, Wirtschaftsbosse usw. stehen in keinem Verhältnis zu einer objektiv sinnvollen Leistung, sondern erweisen sich bei näherem Hinsehen stets als Korruptionsprämien, letztlich zu verdanken der Macht des Kapitals. Was würde denn mit Angela Merkel, die als eine der mächtigsten Frauen der Welt gehandelt wird, geschehen, wenn sie sich vor den Bundestag stellte, sagte: „Der Kapitalismus ist ein menschenfeindlicher Irrtum. Wir müssen umsteuern!“

Wie lange wäre sie dann noch „mächtig“?

Wir müssen umsteuern. Wir müssen zu dem Bewusstsein zurück, dass jede gewissenhaft gemachte Arbeit gleichen Wertes ist, wir müssen zu einer Gesellschaft zurück, die dem echten Gemeinschaftsgeist gerecht wird, anstatt uns alle in ein letztlich tödliches Windhundrennen zu schicken, einem hölzernen Hasen hinterher, den wir niemals einholen können.

Winfried Sobottka, United Anarchists (aufrufbarer Link)

Impressum: www.winfried.-sobottka.de

Zu schwersten Staatsverbrechen in der BRD, betreffend u.a. Rechtsanwalt Dr. Ralf Neuhaus, Dortmund:

https://anarchistenboulevard.wordpress.com/2010/01/14/rechtsanwalte-dr-ralf-neuhaus-und-rudolf-esders-dortmund-schwerverbrecher-oder-winfried-sobottka-im-irrtum/

Weiteres zu Staatsverbrechen in der BRD:

http://www.freegermany.de/index-staatsverbrechen-yeah-merkel.html

Zusätzliche Tags: CVJM Lüdenscheid, CVJM Aurich, CVJM Leer, CVJM Emden

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